Tracks and Travels

Episoden von einem großartigen Planeten

Saudi-Arabien

Sand, Steine, Sterne

Saudi-Arabien hat sich lange Zeit abgeschottet – erst seit kurzem darf man das Land auch als Nicht-Pilger und ohne Einladung des Königshauses bereisen. Wenn man das denn möchte, denn natürlich gibt es genügend Gründe, nicht dorthin zu wollen. Wer sich auf den Weg macht, lernt ein Land im Auf- und Umbruch kennen – und einige der großartigsten Wüstenlandschaften des Planeten.

On Raglan Road

Eines meiner absoluten irischen Lieblingslieder ist „On Raglan Road“. Patrick Kavanagh hat den Text geschrieben, einer von Irlands bedeutendsten Schriftstellern, der bei uns leider kaum gelesen wird. Kavanagh stammte aus einer armen Bauernfamilie und bewahrte sich Zeit seines Lebens …

Weiterlesen

Location Check

Manchmal bin ich irgendwo unterwegs und merke plötzlich: Ah, hier ist doch das X oder Y ganz in der Nähe, da hast Du doch diese eine Szene in dem und dem Roman spielen lassen. Wenn die Zeit reicht, schaue ich dann immer nochmals an diesen Orten vorbei und sehe nach, ob noch alles so ist, wie es bei der Recherche war und im Roman beschrieben wurde. Vielleicht klappert ja die eine oder andere Leserin die Schauplätze mit dem Buch in der Hand ab – da fände ich es nicht schön, wenn sie statt vor einem Pub plötzlich vor einem chinesischen Souvenirladen stehen würde.

In Londons „Prospect of Whitby“ (eröffnet 1520) ist noch alles so, wie es einmal war und in „Freitags in der Faulen Kobra“ beschrieben ist. Und wenn man in die Räume nach oben geht, wo tagsüber niemand sonst sitzt: Dann spürt man Cooks Geist vielleicht immer noch.

Luxus, Baby!

Auf vielfachen Wunsch: Die erste Podcast-Episode, in der ausdrücklich und ausführlich gechillt wird! Kommt mit auf Mr. Bransons Privatinsel in der Karibik, wo de Übernachtung schlappe 100.000 $ kostet – immerhin darf man für den Preis aber 39 Freunde mitbringen. Mit dabei in dieser Folge: ein Hubschrauberpilot mit Stunt-Lizenz, viel Gin and Tonic, noch mehr Champagner – und ein kleiner Zeh.

Guernsey

Das soll mal jemand verstehen mit diesem Großbritannien! Wie die anderen Kanalinseln ist auch Guernsey weder Teil des Vereinigten Königreichs noch dessen Kronkolonie, sondern Kronbesitz – und damit direkt der Queen unterstellt. Offiziell gilt es als Vogtei, ein mittelalterlicher Begriff, der anderswo in Europa längst verschwunden ist und nur noch ab und an in Geschichtsbüchern auftaucht. Guernsey hat ein eigenes Parlament, dessen Vorsitzender Bailiff genannt wird und sozusagen der …

… Inseloberbürgermeister ist (wobei weder Juristen noch die Menschen auf Guernsey das so durchgehen lassen würden). Zur Guernsey-Vogtei gehören auch noch die Nachbarinseln Alderney und Sark, die allerdings weitgehend autonom sind – Alderney besitzt ein eigenes demokratisches Parlament, Sark ist eine Art Feudalstaat unter der Herrschaft der Seigneurs of Sark. Garantiert gibt es in Großbritannien einen eigenen Zweig der Juristerei , die sich ausschließlich mit diesen verzwickten Verflechtungen beschäftigt. Und da haben wir jetzt die möglichen Folgen des Brexits noch genauso unerwähnt gelassen wie auch die Sache mit den Steuern.

Muss einen übrigens alles nicht interessieren, wenn man auf Guernsey ankommt. Ist sehr hübsch dort.

Flussgeflüster

Ein früher Nachmittag irgendwo im Delta des Mekong, auf einem von Palmen gesäumten Kanal, deren Wedel die Sonne filtern und Schatten wie Scherenschnitte auf das Wasser legen. Es ist heiß und es ist still, die Welt auf halber Geschwindigkeit, selbst die Vögel halten Mittagsschlaf. Bratengeruch schwängert die Luft, vermischt sich mit Dieselgestank und dem Duft von Räucherstäbchen. Graham Greene hat in …

Weiterlesen

Auf Kollisionskurs

Do the Delta! Unterwegs auf den Schwimmenden Märkten des Mekong, auf ununterbrochenem Kollisionskurs zwischen Booten mit Kokosnüssen, Wassermelonen, Kampfhähnen und Kaffeeküchen! Und alles beinahe unfallfrei!
Eine Episode aus dem Südwesten Vietnams, wo Boote mit aufgemalten Augen gegen Wasserdämonen präpariert werden müssen, sonst … Ihr wisst schon.

Spiegelsicht

Es gibt bestimmte Momente auf Reisen – und manchmal auch bestimmte Orte -, an denen die bisherige Sicht der Dinge plötzlich in Frage gestellt wird. Dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr so, wie es bis dahin war oder zumindest erschien, und alles ist unklar, und alles ist …

Weiterlesen

Happy Birthday!

„Irgendwer hat einmal behauptet, viele von Amerikas Nationalparks funktionierten nach dem shock-and-awe-Prinzip: Sie überrumpelten den Besucher derart, dass er erst einmal nicht wisse, wohin mit all den Eindrücken. Wenn das stimmt, ist der Yellowstone ein Meister in dieser Disziplin. Pastorale Täler, fauchende Geysire, blubbernde Schlammtöpfe, Schluchten und Flüsse und Schnee über den endlosen Ebenen, dazu Grizzlies und Elche und – ja, doch: Bisons. Und immer neue Panoramen. Der Park ist riesig, fast 9.000 Quadratkilometer, das ist etwa halb so groß wie Hessen. Manchmal kommt man sich als Erwachsener hier vor wie ein kleines Kind, das von seinen Eltern zum allerersten Mal mit in die Natur genommen wurde und es nun gar nicht fassen kann: Schau mal – so was gibt es hier alles! Am 1.März feiert der Nationalpark seinen 150. Geburtstag. Der Yellowstone ist der älteste der USA. Und der älteste der Welt.“ (aus meiner Reportage für die FAS)

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung